Bye Bye

27Juni2013

Erst einmal eine ganz fette Entschuldigung, dass ich mich so ewig nicht von mir hören lassen habe...ich war in der letzten Zeit viel unterwegs, in Hongkong, Macao, Wuhan, Guangzhou etc. bzw am Meer und habe meine letzten Tage hier noch mal in vollen Zügen genossen, hier Bilder:

Big Buddha Hong Kong Cable Car Hong Kong Ocean Park Hong Kong BBQ mit meiner Klasse Shenzhen von oben Ausflug zum Meer Fahrrad fahren am Meer

Aufgrund beschränkten Speicherplatzes leider keine Bilder von Macao, Wuhan und Guangzhou, sorry :(

Am Sonntag geht es für mich zurück nach Deutschland, wirklich Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht! Ich mache mich mit gemischten Gefühlen Richtung Heimat und freue mich euch bald wiederzusehen, bis dahin

Alles Liebe, Anna 

回老家 – Eine Woche chinesisches Landleben

20März2013

Wie ja schon angekündigt, hier nun der nächste Blogeintrag zu meinen Erfahrungen auf dem Lande :)

Wir machten uns aus Shenzhen schon am frühen Morgen los zum Flughafen und waren nach circa 2 Stunden Flug (vorher allerdings 6 Stunden Wartezeit aufgrund von starkem Nebel) in Xiangyang, Provinz Hubei angekommen. Zweck dieser Reise war einerseits das Frühlingsfest nachzufeiern, aber auch den 90. Geburtstag meiner Gastoma zu zelebrieren.

Von Xiangyang aus ging es dann weiter mit dem Auto bis nach Shiyan, einer circa 2 Stunden entferten Stadt, und von dort dann noch gute 3 Stunden Richtung Geburtshaus meines Gastpapas, und zwar quer über die Berge! Die drei Stunden waren echt furchtbar, weil einem durchgehen schwindelig, übel oder einfach unwohl war.

Gegen Abend kamen wir dann endlich an dem Haus an, wo wir auch schon mit großer Freude erwartet wurden! Es war um einiges kälter als in Shenzhen und besonders der eiskalte Wind ging bis unter die Haut, doch es war zu ertragen! Die folgende Woche haben wir dann größtenteils mit essen verbracht, einmal waren es circa 50 Mann zusammen, das ist wirklich wahnsinn wie viele Leute zu einer Familie gehören können (und es waren noch nicht mal alle da!). Außerdem waren wir viel spatzieren und die Gegend erkundigen! Was für mich etwas ganz erstaunliches war, ist der Fakt dass, trotz der ganzen Armut in der die Menschen dort leben, haben sie immernoch nicht ihren Spaß und Lebenswillen verloren und uns super super herzlich aufgenommen! Natürlich hatte dort noch nie irgendjemand zuvor einen Ausländer gesehen, also war ich die große Attraktion! Jedes Mal wenn Kunden kamen, um in den hauseigenen Supermarkt einzukaufen, wurde ich erstmal vorgestellt..aber man gewöhnt sich dran, genauso wie an den Dialekt den man dort spricht. Am Anfang habe ich kein Wort verstanden, es war wie nocheinmal neu in China anzukommen, aber mit der Zeit wurde es besser und besser!

Was die Hygiene angeht, gibt es ein Badezimmer mit Dusche, aber nur circa einmal pro Woche heißes Wasser...das dann aber auch nicht gerade viel. Die Toilette stellt ein Loch hinterm Haus dar. Um allerdings ganz ehrlich zu sein, hat es aber überhaupt keine Rolle gespielt, denn ich hatte eine Woche lang super viel Spaß und hab alle dort wirklich lieb gewonnen!

Außerdem hab ich ein Gefühl dafür bekommen wie das Leben außerhalb der chinesischen Großstädte ausssieht. Die Menschen haben dort keine Versicherungen oder gar Renten. Wenn man in den Ruhestand geht, müssen die Kinder für einen sorgen, besonders die Söhne, denn ohne deren Hilfe und finanzielle Unterstützung hat man keine Chance. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist wirklich gigantisch groß, selbst innerhalt einer Familie!

Die letzten zwei Tage, sind wir dann zurück in die Stadt gefahren um ehemalige Klassenkameraden meiner Gasteltern sowie weitere Verwandte zu treffen. Weiterhin haben wir am letzten Tag den Wudang Berg bestiegen, der landschaftlich gesehen wirklich einen Besuch wert ist! Dort oben findet man mehrere daoistische Tempel und dort leben noch einige Mönche. Man kann sich beispielsweise die Zukunft vorhersagen lassen oder einen Wunsch oder Gruß zu den Göttern schicken, indem man Räucherstäbchen anzündet! Wir sind auch mit der Seilbahn bis ganz nach oben gefahren, wo die Aussicht einfach traumhaft war! Ein paar Eindrücke für euch:

  Meine Gastoma und ich

过年,春节,Chinesisches Neujahr

20März2013

Im Februar stand das das große Frühlingsfest, oder auch chinesisches Neujahr an! Ich habe mich wirklich schon sehr sehr lange auf dieses Fest gefreut, da es einfach als Höhepunkt der chinesischen Feierlichkeiten gilt. Es markiert das Ende des alten und den Beginn des neuen Mondjahres und man feiert quasi die Vereinigung der Familie. Zum Neujahrsfest wollen alle nach Hause, sei es auch noch so fern und deshalb herrscht zu dieser Zeit immer Hochbetrieb im Reisegewerbe. Schon Wochen vorher sind Flüge, Züge, Busse und Schiffe ausgebucht und besonders die modernen Großstädte wirken wie ausgestorben, weil alle Zugezogenen in ihre Heimatstädte zurückfahren! Um dieser Aufregung und dem Tumult zu entgehen, hat meine Gastfamilie das Frühlingsfest in Shenzhen gefeiert und wir sind anschließend in ihre Heimatstadt gefahren (dazu mehr im nächsten Blogeintrag!).

Jetzt fragt ihr euch sicher, „Wie feiert man dieses Fest denn aber nun eigentlich?“, diese Frage ist allerdings gar nicht mal so einfach zu beantworten, da jede Familie ihre etwas unterschiedlichen Bräuche hat, im Grunde gibt es aber gewisse „Must-Do's“,die ich dieses Jahr miterleben konnte!

Bereits die Tage und Wochen vor dem Fest werden alle ganz aufgeregt und das allerwichtigste es ist, Blumen zu besorgen und im Haus aufzustellen. Ausserdem werden Fenster und Türen mit Scherenschnitten und Glückszeichen geschmückt und zu beiden Seiten der Haustür hängen Segensprüche auf rotem Papier, die für Frieden, Gesundheit und Reichtum stehen. Überall und in den verschiedensten Darstellungen taucht das neues Jahrestier (entsprechend dem Tierkreiszeichen, dieses Jahr also eine Schlange) auf, das für Glück im neuen Jahr steht.

Am letzten Tag des Mondjahres geht man dann ganz groß mit Freunden und Bekannten essen und versammelt sich abends wieder zu Hause. Dann gibt es Jiaozi und man spielt Karten oder unterhält sich. Außerdem wird abends ein 4-stündiges Fernsehprogramm, die große Frühlingsfest Abendgala geschaut, bei dem im Grunde alle möglichen chinesischen Popstars auftreten und ihre Glückwünsche ausdrücken möchten!

In der darauffolgenden Woche verlief es ähnlich, wir waren mindestens einmal täglich außerhalb essen, weil immer andere Freunde zum Essen eingeladen wurden oder einluden, ansonsten waren wir zu Hause, sind „Berg steigen“ gegangen oder haben geknallt (also Feuerwerk), was durch meinen Gastpapa der nur an den allergrößten Knallern Spaß hatte, wirklich wirklich lustig wurde!

Eine weitere Besonderheit zum Frühlingsfest sind Hongbaos. Das sind kleine rote Umschläge mit Geldgeschenken, die man quasi von allen möglichen Verwandten und Freunden erhält (teilweise auch wenn man sie vorher noch nie gesehen hat!).

Auch wenn es sich jetzt komisch anhören mag, aber man merkt während dieser Zeit wirklich wie sich die Herzen der Menschen öffnen, daher habe ich das chinesische Neujahr wirklich von vorne bis hinten genießen können!  

Ist er nicht süß? A-Bu, der Hund von Freunden!

上海 SHANGHAI! SHANGHAI! SHANGHAI!

20März2013

Ende Januar war gut eine Hälfte meines Austauschjahres abgelaufen und deshalb stand der Mittelseminar (Mitterm-Orientation) an!

Also machten wir drei Austauschschüler aus Shenzhen uns auf nach Shanghai um dort mit allen anderen zusammenzutreffen und ein paar wissenswerte Lektionen zu lernen.

Im Flugzeug :)

Wir hatten täglich Seminare zu Themen wie „Wie habe ich mich in 6 Monaten verändert?“ oder „Wie geht es jetzt weiter, welche Pläne habe ich für die letzten 5 Monate?“, beziehungsweise auch die Möglichkeit uns mit anderen Austauschschülern über Probleme auszutauschen. Im Großen und Ganzen, war es aber einfach nur toll alle wiederzusehen, zumal das ja auch vorerst das letzte Mal war, da wir nicht wieder alle zusammen von Peking zurückfliegen.

Trotz der Knappe der Zeit, habe ich die drei Tage optimal ausgenutzt und mir moeglichst viel von Shanghai angeschaut:

 Wir haben eine Seidenfabrik besucht und den gesamten Herstellungsprozess mitverfolgen dürfen, anschließend bestand die Möglichkeit etwas im Shop zu erwerben....

   

Es stand eine Bootstour durch Zhujiajiao an, quasi ein Fischerdörfchen mit ganz tollem Handwerk und kleinen Accesoires, was auch berühmt für seine Brücken ist.

  örtliche Delikatesse: Schweinegehirn und Schweineherz! Mein Name wird gerade kalligraphiert :) Zuckersüße Drachen

Außerdem durften natürlich der Bund und die Nanjing Road nicht fehlen! Der Blick von dort über das Wasser ist wirklich atemberaubend!

   

Eine weitere „Attraktion“ war, dass ich einen Salzmanier, meine liebe Alex, in Shanghai treffen konnte! Wir haben uns abends immer mal getroffen und auch wenn die Zeit viel zu schnell verging, war es wirklich schön!

Wir haben zusammen den Yu Garten besucht, der aufgrund des damals anstehenden Frühlingsfestes ganz festlich und bunt geschmückt war: Schaut selbst!  

Problem geloest!

08März2013

Wie ich leider feststellen musste, sind seltsame Kommentare von Leuten, die ich ueberhaupt nicht kannte, auf meinem Blog gelandet und ausserdem wurde mir berichtet, dass eigentlich abgesendete Kommenrtare nicht auf meinem Blog erschienen sind.
Nun habe ich endlich mal eine freie Minute gefunden und mich um dieses Problemchen gekuemmert!

Es duerfte jetzt keine Schwierigkeiten mehr geben und ich freue mich auf eure Kommentare! :)

PS: Der naechste aktuelle Blogeintrag folgt auch ganz ganz bald!

Lianhuashan

15Feb2013

Nachdem ich schon fast 5 Monate hier in Shezhen lebe, habe ich es endlich mal geschafft den bekanntesten Berg in der Stadt, den Lianhuashan, zu „besteigen“. „Besteigen“ ist in dem Fall allerdings misszuverstehen, denn nach gut 20 Minuten Treppensteigen, war man schon oben angekommen. Von oben hatte man einen ganz ganz klasse Blick auf Shenzhen, wobei mir auf ein Neues aufgefallen ist, wie riesig diese Stadt eigentlich ist! 

Ausserdem ist dort eine relativ große Statue von Deng Xiaoping vorzufinden. Deng Xiaoping steht für die Modernisierung Chinas, er gilt als Pragmatiker, der mit seiner Reform-und Öffnungspolitik das Land aus wirtschlaftlicher Not führte und 400 Millionen Menschen ein besseres Leben ermöglichte. Dementsprechend waren dort natürlich Massen an Menschen, doch ich hab trotzdem einen Schnappschuss abbekommen.

Blick auf das Rathaus von Shenzhen Deng Xiaoping Meine Gastmama und ich

Fröhliche Weihnacht überall, tönt es durch die Lüfte, froher Schall!

20Jan2013

Auch wenn Weihnachten schon vorbei ist, möchte ich euch noch kurz berichten, wie ich am anderen Ende der Welt so gefeiert habe. Weihnachtsstimmung ist hier nicht wirklich aufgekommen, man hat es nur an dem furchtbar nervigen „Last Christmas“, was aus jeden Lautsprecher tönte und Kellnern die Weihnachtsmannmützen trugen gemerkt. Das aber alles nur, um als Stadt internationaler und weltoffener zu wirken, es hat kaum jemand hier in China eine Ahnung, was Weihnachten eigentlich ist, warum und wie man es feiert. Bei mir war das allerdings wieder etwas anders, denn meine Gastfamilie hat extra einen 1,80 Meter großen Weihnachtsbaum gekauft und mir sogar einen Adventskalender gebastelt! So vergingen die Tage bis zum 24. wie im Fluge...Am 24./25./26. hatte ich jedoch Schule und bis auf unseren Englischlehrer, wurde das Thema Weihnachten ignoriert.

Trotzdem hatte ich recht viel Spaß, denn an allen möglichen Orten wurde Weihnachten irgendwie versucht zu feier. Ich war im Kindergarten und habe dort Weihnachtslieder gesungen und Spiele gespielt, in einer anderen Schule zur Weihnachtsfeier eingeladen und wir haben zu Hause auch etwas gefeiert. Ich habe gekocht, Klöße (etwas misslungen), Rotkraut und Hühnchen und einen kompletten Tag lang mit einer Freundin ganz fleißig Plätzchen gebacken. Geschenke gabs natürlich auch!

Nicht zu vergessen natürlich auch einen ganz lieben Dank an Mama und Oma für die tollen Weihnachtspäckchen, ich hab mich super dolle gefreut!!

Meine Plätzchen Unser Meine Geschenke Meine Geschenke Post aus Deutschland

OPEN DAY 文化街

20Jan2013

Beim letzten Open Day, organisiert von YFU, haben wir eine Kulturstraße besucht. Neben handgemachten Puppen und zahlreichen teilweise sehr kitschigen chinesischen Accesoires, haben wir auch an einer Teezeremonie teilgenommen. Außerdem konnten wir traditionelle chinesische Musik genießen, ein Bett aus Kaiserszeiten probesitzen und Buddafiguren aus echten Jade bestaunen. Ein paar Eindrücke für euch:

Eine handgemachte Puppe Chinesischer Kitsch!! Wir drei deutschen Austauschschüler Traditionelle Musik  

Wir haben auch noch zwei kleine Haustieren...hier!

20Jan2013

Die Gastfamilie einer anderen Austauschschülerin aus Deutschland, Charlotte, wohnt wie wir nach gut 2 Monaten festgestellt habe, direkt gegenüber von mir, man könnte es im Grunde „Nachbarschaftsbeziehung“ nennen. Dort war ich dann jedenfalls mal zum Essen eingeladen und nach dem Essen durften wir dann noch mit den Haustieren spielen, zwei kleinen, süßen, niedlichen SCHLANGEN!

Anfangs hatten wir schon so unsere Bedenken, aber die zwei Kleinen tun wirklich niemandem etwas Böses an, außer dich vielleicht etwas zu kitzeln. Schaut selbst:  

Anna und die Schule

20Jan2013

Das ich das letzte Mal von meinen schulischen Ergebnissen berichtet habe ist doch schon etwas her. Euch jetzt alle meine Testergebnisse aufzulisten, möchte ich euch auch weiterhin ersparen! :)

In China ist es aber so, dass es jedes Halbjahr zwei große Prüfungen gibt, eine zur Hälfte eines Halbjahres (期中考试), die andere zum Ende (期末考试). Da schreibt man dann quasi drei Tage hintereinander täglich drei Prüfungen und hat somit die Hauptfächer abgedeckt. Zum Ende des Halbjahres kommen dann noch mündliche Prüfungen der Wahlfächer und sehr sehr viele Halbjahreshausaufgaben (größtenteils Aufsätze) dazu. Bei mir steht diese Prüfung nächste Woche an, somit hab ich also viel Stress. Ich werde allerdings nur drei Prüfungen schreiben, Englisch, Chinesisch und Geschichte, genau wie bei der vorherigen Prüfung. Da hab ich laut meiner Lehrer gar nicht mal so schlecht abgeschnitten! In Englisch 88/100, Geschichte 26/100 und Chinesisch 35/100, wobei mein Aufsatz teilweise mehr Punkte bekommen hat der einiger Mitschüler! :)))

Ich hoffe natürlich, dass ich mich in der bald anstehenden Prüfung verbessern kann!!

HONGKONG!!

20Jan2013

Nun wohne ich schon direkt neben Hongkong und hab es in 5 Monaten trotzdem nur zweimal geschafft, diese Metropole auch zu besuchen. Das liegt daran, dass meine Gastfamilie beruflich sehr eingespannt ist und auch meine Gastschwester und ich sehr oft am Lernen oder Hausaufgaben machen sind. Außerdem ist es dann doch etwas praktischer in Shenzhen zu bleiben, denn die Grenzkontrolle bis Hongkong kann einem, besonders als Ausländer, echt die Nerven rauben!

Wie auch immer, zweimal war ich nun schon in Hongkong, nur gesehen habe ich größtenteils nur Supermärkte und den Lego-Weihnachtsmarkt! Das erste Mal, war ich mit meiner Gastmama und meiner Gastschwester drüben, um im Supermarkt (mit super vielen importierten Produkten) nach HARIBO zu suchen, die sie bei einem Event in der Schule verkaufen wollte. Als wir alles ausgekundschaftet hatten, gabs noch Mittagessen (Salamibaguette mit Käse) und schon gings zurück nach Shenzhen. Das zweite Mal bin ich dann mit meiner Gastmama alleine rüber, um die HARIBOs dann auch tatsächlich zu kaufen. 10 Kilogramm insgesamt! Die mussten wir dann auch durch halb Hongkong tragen, durch die U-Bahn und alles, denn in Hongkong darf man natürlich nicht mit einem Auto aus Shenzhen fahren! Zusammengefasst, kenn ich mich jetzt super in den Supermärkten Hongkongs aus!!!! Das nächste Mal habe ich dann aber vor mir auch mal etwas von der Stadt anzuschauen!

Trotzdem ein paar Bilder vom Lego-Weihnachtsmarkt:

PS: Meine Gastschwester hat nicht mal einen der 10 Kilogramm verkauft, das heißt wir haben Massen an HARIBO zu Hause!!!!! HURRA!!!

饺子 Jiaozi

13Nov2012

Letztes Wochenende haben wir (nachdem meine Wraps aufgrund von dem falschen Fladen misslungenen waren) Jiaozi zubereitet.

Alle möglichen Wörterbücher übersetzen es immer mit „Teigtasche“, aber eigentlich ist das Nudelteig mit Fleisch- und Gemüsefüllung, quasi die chinesischen Tortellini – schmecken aber trotzdem komplett anders. :)

Es macht total viel Spaß den Teig auszurollen, zu Kreisen zurechtzuschneiden, mit Wasser zu betröpfeln, zu füllen und dann schließlich zusammenzufalten. Ich habe fürs erste die einfache Variante gelernt, aber das nächste Mal wage ich mich an die schwierigere (aber besser aussehende) heran. Dann wird das ganze für circa 3 Minuten gekocht und … verzehrbereit!

Hier ein paar Fotos:  

Die Füllung, es schmeckt besser als es aussieht!! meine kleinen Kunstwerke Das Resultat

Meicheng :*

13Nov2012

Vor einiger Zeit habe ich Besuch bekommen. Meicheng!! Für die Salzmanier, ihr erinnert euch ja bestimmt noch an die Chinesisch-Fremdsprachenassistentin letzten Jahres. 

Jedenfalls ist sie vor kurzem nach Deutschland geflogen und besucht nun für 2 Jahre die Universität in Bayreuth.

Deshalb musste sie wegen ihres Visums nach Hongkong, was ja direkt neben Shenzhen liegt. Dann hat sie eben mal ihren Flug umgebucht und mich besucht. Leider hatte ihr Flug zwei Stunden Verspätung, deshalb konnten wir nur zusammen essen und ich musste sie schon wieder zur U-Bahn zurückbringen. Trotzdem war es total toll sie wiederzusehen, jemanden Bekannten in China zu treffen und natürlich hatten wir wahnsinnig viel Spaß zusammen. Mit Geschenken überhäuft wurde ich auch! Abends war ich dann zwar etwas traurig sie gehen lassen zu müssen, aber wir haben beschlossen uns in Deutschland wiederzutreffen.

Einige Bilder für euch:  

Meicheng und ich

Testergebnisse

21Okt2012

Um euch mal kurz auf den neuesten Stand zu bringen, was meine schulischen Leistungen angeht, hier eine Übersicht.

 

Mathe:

1.Test: 10/100 Punkten

2.Test: 25/100 Punkten

3.Test: 30/100 Punkten

 

Englisch: Reading Report A (das entspricht einer 1)

Hausaufgabe A

Vokabeltest: 47.5/ 100 Punkten und 97.5/100 Punkten

Test 59/ 100 Punkten

 

Dazu ist anzumerken, dass der Englischunterricht hier super einfach ist, aber es in den Tests saumäßig viele Übersetzungsaufgaben gibt...

 

Chinesisch: 19/ 100 Punkten …

Biologie: 16/ 100 Punkten

Physik: 17/ 100 Punkten

 

Englisch mündlich: A

 

Also, es ist saumäßig schwer, denn ich verstehe die Fragen einfach nicht. Die Test hier bestehen zwar größtenteils aus Auswahlfragen, aber wenn ich die Zeichen nicht lesen kann (und ich kann echt schon viele lesen, aber das Vokabular ist einfach zu spezifisch), bleibt nichts anderes übrig als zu raten. :(

 

Nur so nebenbei: Mit 60/ 100 Punkten hat man bestanden. Alles darunter ist durchgefallen.

 

北京-到了! Wir sind in Peking angekommen!

21Okt2012

Mit diesem Satz begrüßte das Flugpersonal nach einem dreistündigen Flug. Ich hatte mich auf den Weg nach Peking zum YFU Self-paid-trip gemacht. Insgesamt waren wir 12 Mann und hatten super viel Spaß. Am Flughafen wurde ich von einer Freiwilligen von YFU abgeholt und bin dann circa eine Stunde durch die Stadt zum Hotel gefahren. Dort habe ich zunächst mein Zimmer bezogen, ich teilt es mir mit zwei anderen deutschen Mädels und einer Schweizerin. An dem Abend haben wir dann nur noch gequatscht und Spiele gespielt, es war echt super ein paar der Austauschschüler wiederzusehen! Wir sind noch zusammen zu KFC gegangen und haben dort geabendbrotet... dann rief das Bett, denn nach 3-6 Stunden Zug bzw. 3 Stunden Flug waren alle etwas geschafft und am nächsten Tag mussten wir früh raus!

Am Donnerstag ging es für uns um 9 los! Wir hatten einen Kleinbus und haben uns zunächst mit unserem Guide vertraut gemacht. Unser erster Stop war der Tian'an Men Platz. Ich habe noch nie so viele Leute auf so engem Raum gesehen. Es ist zwar der größte Platz der Welt aber mit jeder Touristengruppe die ankommt wirkt er noch ein Stückchen kleiner. Natürlich durften wir auch das Portrait von Mao Zedong bestaunen. Durch das Tor des himmlischen Friedens ging es dann direkt in die Verbotene Stadt. Die ersten zwei bis drei Gebäude waren ja noch schoen anzusehen, aber danach wurde es recht langweilig und ich war um ehrlich zu sein etwas enttäuscht. Allerdings wurde die Stimmung direkt wieder aufgemuntert. Wir haben uns mitten in die Menschenmasse gestellt und irgendwelche dummen Lieder gesungen und dazu getanzt.

 

Peinlichkeitsfaktor: 100%

Spaßfaktor: 1000%

 

Nach einem kurzen Spatziergang am Wasser ging es dann zum Mittagessen. Als wir das Restaurant betraten, erwartete uns sofort eine Überraschung (siehe Foto)! Aber keine Angst, die waren nur zur Deko!

Am Nachmittag ging unsere Tour dann über weitere kaiserliche Wohngebäude schließlich zur Wang Fu Jing Shopping Straße! Leider war unsere Zeit dort sehr knapp bemessen, für kleine Errungenschaften hat es aber trotzdem gereicht. Dort kann man außerdem die berühmte Straße mit exotischen Delikatessen vorfinden. Im Grunde wollte ich das alles gar nicht sehen, aber eh ich mich versah, war ich schon mittendrin, zwischen Schildkröten, Schlagen, Seepferdchen, Seesternen und … Skorpionen! Und ob ihr mir das jetzt glaubt oder nicht.. ich musste einfach mal verrückt sein und hab 20 Yuan für drei Riesenskorpione ausgegeben und die zusammen mit Freunden verzehrt. Ich hätte nie gedacht, dass ich sowas auch nur 5 Sekunden lang angucken kann...geschweige denn essen..aber um ehrlich zu sein, SKORPION SCHMECKT SUPER LECKER!!!

Abends waren wir dann eben noch essen und haben uns um den ein oder anderen „leicht angetrunkenen“ Finnen gekümmert.

 

Am Freitag ging es dann früh morgens auf zur Großen Mauer. Nach kaum zu übertreffender Anfangseuphorie wurde uns beim Anblick der eigentlichen Mauer eher schlecht. Wir hatten uns den Teil mit nicht ganz so vielen Besuchern augesucht, aber das bedeutete auch, dass es keinen Lift gab und wir die Mauer selbst hochgekrackselt sind. Das ist kein Kinderspiel! Die Höhe der Stufen variert von circa 10 cm bis zu ungefähr 40 cm... das zwei Stunden lang, ist super anstrengend. Zwischendurch waren wir ein paar Mal kurz davor aufzugeben, aber als wir endlich am höhsten Punkt ankamen und den tollen Ausblick genießen konnten, waren alle Anstrengungen und Mühen vergessen.

 

Das Mittagessen kam nach diesem Vormittag allen sehr gelegen. Am Nachmittag konnten wir uns etwas ausruhen und gingen es entspannter an. Wir besuchten das Olympiagelände, also den Wasserwürfel und das Vogelnest. Besonders in der Dämmerung sieht alles traumhaft schön aus und verleiht etwas Olympiafeeling. Da wir uns vorgenommen hatten, an jeder Sehenswürdigkeit etwas Peinliches zu machen, wurde sich natürlich zum Affen gemacht. Wir haben circa 40 Minuten mit einem Verkäufer verhandelt, es ging um einen dummen Schlüsselanhänger. Wir haben zu zwölft mit mehr oder weniger gutem Chinesisch auf ihn eingeredet und ihn in den Wahnsinn getrieben. Nach 40 Minuten waren wir dann soweit, dass er uns den Angänger geschenkt hat und wahnsinnig wütend über den Platz gerannt ist und sich über die „unverschämten, dummen, feigen und nervigen Ausländer“ aufgeregt hat. Das hieß natürlich, dass gut 300 Leute ihre Augen auf uns gerichtet hatten... Es wurde allerdings noch besser, denn plötzlich bildete sich eine Schlange von verrückten Chinesen, die ein Foto mit uns unverschämten, dummen, feigen und nervigen Ausländern wollte (davon gibt es leider kein Foto). Wie ihr merkt...die paar Tage in Peking waren einfach nur wahnsinnig lustig!

 

Am Samstag, leider schon dem letzten Tag, haben wir uns vormittags auf zum Sommerpalast gemacht. Ich persönliche würde den Sommerpalast meine Lieblingssehenswürdigkeit nennen. In diesem Palast hausten die „Kaiserin“ Cixi und ihr Sohn. Nachdem wir die Wohnbereiche besichtigt hatten, liefen wir den langen Korridor entlang. Für viele Chinesen war das ein sehr großer Moment, einen Weg entlang zu laufen, den die Kaiserin einmal entlang lief. Ein bisschen von diesem royalen Feeling ist auch auf uns übergesprungen :)

Am Ende der Korridors erwartete uns dann ein ganz hübscher See sowie der Tempel. Nach ganz vielen Foto sind wir mit Schmerzen in den Beinen (von der Großen Mauer) zum Tempel hinaufgeklettert und haben dort die nicht allzu faszinierende Buddhafigur angeschaut. Danach hatten wir Mittagspause mit italienischem Eis und Cup Noodles. Zum Abschluss durfte natürlich eine Bootfahrt nicht fehlen! Ich habe unseren Aufenthalt dort wirklich genossen, der Ausblick war wunderschön!

Am Nachmittag ging es himmlisch weiter : Unser letzter Stop war der Himmelstempel. Besonders beeindruckt haben mich die Bemalungen und der Fakt, dass diese runden Gebilde komplett ohne Nägel gebaut wurden. Natürlich hatten wir auch da viel Spaß und genossen den vorerst letzten Sonnenuntergang im geliebten Peking.

Am Abend ging es dann noch Pekingente essen. Wir hatten uns das ganze zwar etwas gigantischer und beeindruckender vorgestellt, aber geschmeckt hat es trotzdem!

 

Im Hostel angekommen haben wir dann noch zusammengesessen, uns unterhalten, gelacht und Spaß gehabt. Uns allen haben diese vier Tage super gefallen und wir werden sie nich so schnell vergessen!

 

Am Sonntag flossen dann natürlich die Tränen. Ihr kennt mich ja alle... Wir mussten uns verabschieden, und auch wenn wir uns zum Mittelseminar in Shanghai wiedersehen, war der Abschied ziemlich hart! Ich wurde dann noch von meiner allerliebsten Ella (YFU Freiwillige) zum Flughafen gebracht, da kamen die Tränen nochmal, und hab mich schließlich zurück nach Shenzhen gemacht!

Mondkuchen

19Okt2012

So, das ist eine kleine Anmerkung zu meinem letzten Eintrag. Mama, hier mal ein Bild von einem Mondkuchen für dich. Im Grunde gibts den in allen möglichen Ausführungen, als normalen Rührkuchen, aber auch mit Füllung (z.B Marmelade) oder als eine Art Eistorte, wie der von Häagen Dazs (den finde ich persönlich am Besten!)

 

 

 

 

HUIZHOU

14Okt2012

Am 30.09 fand in China das Mittherbstfest (oder auch Mondfest) statt, einen Tag später wurde der Nationalfeiertag begangen. Das bedeutete eine Woche Ferien.

Zum Mondfest waren wir mit Freunden essen und dann noch spatzieren, allerding habe ich an diesem Sonntag circa 7 Mondkuchen gegessen, sie sind einfach so verdammt gut.

Am Montag früh sind wir dann in den Urlaub gefahren. Nach 4 Stunden Autofahrt mit zahlreichen Staus auf dem Weg, erreichten wir gegen 2 Uhr nachmittags Huizhou. Ich habe mich in den ersten paar Minuten sofort in diese Stadt verliebt. Wir haben dann erstmal die Hotelzimmer besichtigt. Da wir mit einer anderen Familie zusammen gefahren sind, waren wir 7 Mann. Das heißt, wir hatten ein sehr großes Hotelzimmer (eher Wohnung) über 2 Etagen mit 2 Whirlpools, Balkons und 4 Badezimmern. Allerdings gab es dort nur 6 Betten, mit anderen Worten gab es noch ein anderes 2-Mann Zimmer, in dem meine Gastschwester und ich gewohnt haben. Dann sind wir Mittagessen gegangen. Es gab natürlich Fisch, da wir immerhin am Meer waren. Anschließend sind wir durch eine Art kleines Dorf gelaufen, mit ganz vielen kleinen Läden, einem See, Lampions und Bars. Besonders gegen Abend wurde es wunderschön dort und ich konnte ganz tolle Fotos schießen. Ein paar davon könnt ihr euch ja hier auch anschauen. Danach haben wir uns quasi ausgeruht, Hausaufgaben gemacht und waren dann abends im Hotel essen.

Am nächsten Tag haben wir gebruncht und uns dann direkt zum Strand aufgemacht. Das Hotel hat so einen tollen Pool von dem man direkt an den Strand gehen kann (siehe Foto). Dort sind wir in ein Boot gestiegen und zu einem anderen Boot, eventuell eher eine Yacht gefahren. Dort saßen wir dann ganz vorne, haben den Wind, die Sonne, Getränke und Obst genossen und sind zu einer Insel gefahren. Auf dem Weg dorthin wurden durchgehend Fotos gemacht, das hat das Flair etwas zerstört, aber es war auch sehr lustig! Dort angekommen sind meine Gastmutter und die beiden Erwachsenen der anderen Familie am Strand geblieben und haben die Sonne genossen, wir anderen sind mit einem kleinen Boot angeln gefahren. Das war äußerst spaßig und wir haben insgesamt 9 Fische ergattert, die gab es dann zum Abendbrot. Dann sind wir wieder auf die Yacht gestiegen und zurückgefahren, alle haben geschlafen, das heißt ich hatte das gesamte Vorderdeck für mich alleine. Wir haben einen Zwischenstop auf einer „Meerestierefarm“ gemacht. Das ist eine Konstellation auf dem offenen Meer, wo Fische und Krabben und Muscheln und soweiter verkauft werden. Die Verkäufer wohnen allerdings direkt dort und arbeiten mit einem Restaurant zusammen. Dort sind wir dann hingefahren und haben die gekauften und geangelten Meerestierchen gegessen. Für mich gab es Reis. :) Anschließend sind wir noch zum KTV gegangen und sind circa 5 Stunden geblieben. Es hat saumäßig viel Spaß gemacht. Besonders wenn meine Gasteltern schnulzige Lieder zusammen gesungen haben oder dann Walzer getanzt haben, war das so so so niedlich! Irgendwann um 2 sind wir dann zurück in das Hotel und haben unsere Sachen gepackt, denn ich musste am Mittwoch sehr früh aufstehen! Meine Gastschwester und ich sind mit einem Fahrer zurück nach Shenzhen gefahren, die anderen sind weiter nach Meizhou, eine andere sehr schöne Stadt.

Gegen 9 Uhr morgens kam ich in Shenzhen dann am Flughafen an und bin 12 Uhr nach Peking geflogen.

Huizhou habe ich wirklich sehr genossen, das Wetter war einfach super, Strand und Pool sehr angenehm und nicht zu überfüllt und wir hatten einfach ganz viel Spaß zusammen!  

Supermarkt - Eine seltsame Erfahrung.

22Sept2012

Nun ja, also ich war ja schon mehrmals mit meiner Gastmutter einkaufen und jedesmal möchte ich mich eigentlich davor drücken. Ich darf zwar immer alles in den Korb legen, was ich möchte, aber das Flair im Supermarkt entspricht nicht so ganz meinen Vorstellungen. Zunächst sucht man irgendwo einen Parkplatz, das ist ein kleines Abenteuer, da man aufpassen muss die ganzen Einkaufskörbe nicht anzurämpeln. Die stehen bzw. rollen nämlich einfach so in der Gegend herum. Dann tuckert man in den Supermarkt. Anfangs ist der Geruch dort sehr angenehm, da sich am Eingang meistens nur die riesigen Reisbehälter und ein paar Regale befinden. Sobald man dann aber die Fleischtheke erreicht, überkommt einen ein furchtbarer Gestank. Das ganze wird noch von der Abteilung für Fisch getoppt. Dort stehen hunderte von Aquarien und man geht einfach hin, sucht sich einen Fisch aus und bekommt ihn, nachdem er von seinen Augen zerlegt wurde, in die Hand. Zwei Meter weiter rechts befindet sich allerdings das Kühlregal, wo man Joghurt probieren kann. Mit dem Fischgeruch in der Nase macht sich das allerdings nicht so gut. Dreht man sich dann nach links, erwartet einen schon das nächste kleine Wunder. Da zappeln doch tatsächlich noch Krebse, die zwar mit Strick zusammengebunden sind, sich aber trotzdem bewegen, herum. Die kleinen Kinder finden es ganz toll mit den Krebsen rumzuspielen, meistens endet das dann aber in lautem Geschrei, denn zwicken macht den Krebschen scheinbar viel Spaß. Naja, all das ist etwas gewöhnungsbedürftig und ich brauche noch etwas Zeit um das nicht mehr seltsam zu finden...

Allerdings ist das nichts im Vergleich zum Billigmarkt, nur 10 Minuten von meiner Schule entfernt. Dort kann man direkt neben den wunderbar billigen Klamotten auch Restaurants finden. Vor diesen Restaurants stehen allerlei Käfige, machmal gibt es nur Hühner und Enten, manchmal aber auch Bisamratten, Schlangen, Hunde und Katzen. All das nicht etwa um es als Haustier zu halten, sondern um es zu essen... Auf der anderen Straßenseite kann man dann allerdings kleine flauschige Hündchen als Haustieren kaufen, für umgerechnet circa 5 Euro. Auch wenn ich diese Straße einfach furchtbar finde, bin ich in dieser Gegend recht oft, einfach weil es dort einen Starbucks gibt und tolle Billigläden. Am Montag habe ich dort beim Shoppen mit einer Freundin zwei Strickjacken, Ohrringe und ein Top erstanden, insgesamt für circa 10 Euro. Was auch sehr lustig ist, sind die Leute die dort Gurkenschäler verkaufen. Die stehen da einfach so rum, schnibbeln ihre Gurken und jeder der vorbeiläuft kriegt eine Gurkenscheibe an den Arm geklebt...ich erschrecke mich jedes Mal aufs neue, bekomme dann aber immer einen Lachanfall!

Das Thema nächstes Mal: Restaurants.

GUANGZHOU!

15Sept2012

Letztes Wochenende bin ich mit meiner Gastmutter und meiner Gastschwester nach Guangzhou gefahren, wo mein Gastvater arbeitet. Normalerweise kommt er am Wochenende immer nach Shenzhen, aber meine Familie wollte mal einen Ausflug machen – Glück für mich!

Wir sind am Freitag Abend losgefahren, und zwar mitten in der Rush Hour...heißt, anstatt einer Stunde haben wir 2 ½ gebraucht, was aber nicht schlimm war, da der Anblick von Shenzhen und Guangzhou bei Nacht sehr atemberaubend war. In Guangzhou angekommen, war ich nur noch fähig mich in mein Bett zu legen, da ich mich erkältet hatte und ich mich einfach nicht gut gefühlt habe. (Mittlerweile bin ich wieder gesund.) Am nächsten Tag dann haben wir in einem Restaurant direkt neben der Wohnung mit einer Freundin meiner Gastmutter gebruncht. Danach ging es Billiard spielen und die Stadt ein wenig erkunden. Zu Hause (die Wohnung ist im 32. Stock, wenn man da nach unten schaut, wird einem ganz anders) haben wir dann Mondkuchen ohne Ende gegessen und uns für das Abendessen umgezogen. Wir sind dann zum Fernsehturm (650m hoch) in Guangzhou gefahren und haben dort in 400m Höhe in einem europäischen Restaurant gegessen. Das war verdammt toll, nach einem Monat wieder Käse essen zu können! Außerdem gab es Paella, Lasagne, Spaghetti und ganz viele tolle Sachen... ich hatte so viel davon gegessen, dass ich die ganze Nacht Bauchschmerzen hatte... Nach dem Essen sind wir mit einer Art runden Gondel um den Fernsehturm herumgefahren, in 500m Höhe, das war echt der HAMMER! Man hatte einen wundervolle Blick auf die Stadt, die eigentlich erst Nachts richtig aufwacht. Anschließend sind wir dann zu Freunden gefahren und dort haben die Erwachsenen dann Mahjong gespielt, wohlbemerkt um Geld! Währenddessen haben meine Gastschwester und ich Fernsehen geschaut, allerdings bin ich sehr schnell eingeschlafen und erst wieder gegen halb 2 aufgewacht, als wir dann irgendwann mal nach Hause gefahren sind. Am Sonntag haben wir dann eigentlich nur ausgeschlafen, wieder in dem selben Restaurant gebruncht (ich konnte so eine Art Glasnudeln, die sehr typisch für Guangzhou sind, essen) und sind zurück nach Shenzhen gefahren. Insgesamt war es ein tolles Wochenende und ich freue mich schon auf das nächste Mal, wenn wir Guangzhou besuchen!

 

Schule!!!

15Sept2012

 

Nun ja, also ich bin mit dem Schreiben nicht ganz so fleißig, da ich nicht immer Internet habe. Aber mittlerweile liegen 2 Wochen Schule hinter mir.

Am ersten Tag hatte ich um ehrlich zu sein ganz schön Angst- eine neue Klasse, eine neue Sprache, neue Lehrer... aber es lief alles super. Ich wurde mit ganz vielen Süßigkeiten, einem fleißig einstudierten „Willkommen Anna“ und Bildern an der Tafel begrüßt, es war so niedlich.

Seit dem nimmt das ganze so seinen Lauf. Ich verstehe von Tag zu Tag etwas mehr, aber trotzdem ist es sehr anstrengend dem Unterricht zu folgen!

Die Fächer sind eigentlich im Grunde genau wie in Deutschland...mehr oder weniger:

 

Englisch: Dazu ist anzumerken, dassmeine Klasse nicht wirklich Englisch kann, der Lehrer ebenso wenig. Ich muss immer alles vorlesen, alle Texte korrigieren und alle Dialoge vorspielen, nur damit meine Klasse noch mehr staunt und mich beneidet wie toll mein Englisch doch ist. Das ist sehr sinnlos, weil dadurch lernen SIE ja auch nicht mehr. Wie auch immer, dafür ist das der einzige Unterricht in dem ich alles verstehe und für den ich Hausaufgaben machen kann.

  

Wenn wir gerade mal dabei sind: Hausaufgaben sind so eine Sache! Sie kriegen hier wahnsinnig viel davon, was extrem nervt, allerding erwartet keiner, dass ich mich anstrenge, mit anderen Worten: Egal ob ich Hausaufgaben mache oder nicht, es interessiert niemanden (außer mich).

Da ich außerdem nicht alle Bücher bekommen habe, kann ich gar nicht alle Aufgaben machen...

 

Chinesisch: Zur Zeit besteht der Unterricht daraus, Gedichte zu lesen, zu interpretieren und letzendlich auswendigzulernen...prinzipiell macht das voll Spaß, denn wenn man zusammen mit 50 Mann in einem Raum sitzt und mitlesen kann (zumindest einige Wörter), dann gibt das Gemeinschaftsgefühl und zwar eine ganze Menge.

 

Antikes Chinesisch: Man könnte dieses Fach auch „Konfuzius war ein toller Mann“ nennen. 45 Minuten lang werden seine Zitate erläutert, gelesen und wieder gelesen und dann wieder gelesen, das ist sehr sehr langweilig. Um genau zu sein, ist es das absolute Hassfach von circa 95 % meiner Klasse, die anderen 5 % schlafen immer.

 

Geografie: Hier mehr Astronomie! Ich kann jetzt alle Planeten unseres Sonnensystems ins der richtigen Reihenfolge aufzählen! (Nur so nebenbei, auf Deutsch konnte ich das vorher nicht!) Der Lehrer ist allerdings sehr sehr seltsam, hat aber auch ein beruhigendes Lächeln.

 

Biologie: Nachdem ich es anfangs furchtbar fand, ist es mittlerweile fast mein Lieblingsfach hier. Irgendwann konnte ich dann nämlich sagen, dass das was ich gerade unter dem Mikroskop liegen habe eine Zelle ist, und zwar die einer Bohne. Das hat sehr viel Spaß gemacht, allerdings überkam mich beim Protokoll schreiben dann wieder die Verzweiflung!

 

Chemie: Genau wie in Deutschland verstehe ich kaum was, außer wenn die Lehrerin Experimente durchführt, das ist sehr interessant und alle sind begeistert, wenn eine durchsichtige Flüssigkeit plötzlich pink wird. Erstaunlicherweise macht sie das aber alles ohne Schutzbrille oder derartige Geräte, sondern einfach mit ihren Händen. Das ist sehr seltsam, denn kurze Zeit später erzählte sie uns, dass das doch sofort entsorgt werden müsse, da es eine sehr stark ätzende Säure ist....

 

Politik: Eigentlich recht lustig, da es prinzipiell sehr einfache Dinge sind und ich relativ gut folgen kann, allerdings fiebere ich nach circa einer halben Stunde einfach nur noch dem Ende zu, so wie der Rest meiner Klasse es auch tut.

 

Geschichte: Wir reden über Dynastien und Kaiser und Gesellschaftsordnungen, soviel verstehe ich, die Details dann aber eher nichts! Doch zum Glück gibt es so tolle Grafiken, die das Verständnis unterstützen!

 

Informatik: Ich hatte bisher erst zwei Stunden, die wir beide mit Videos anschauen verbracht haben. Allerdings ist wohl die Aufgabe bis Weihnachten (was hier übrigents einfach ein ganz normaler Schultag ist) ein Video zu drehen, zusammen in Gruppen von 6 Mann. Ich freu mich schon drauf!

 

Lebensplanung: Im Grunde ein bisschen Philosophie, wir reden über Träume und Ziele im Leben, wie man sie erreicht und sie aufrecht erhält. Ich finde das äußerst interessant. Letztes Mal sollten wir 10 ganz persönliche Dinge über uns aufschreiben, nur für uns selbst. Erstaunlicherweise fiel das vielen sehr sehr schwer.

 

Musik: Da der Lehrer mitbekommen hat, dass ich aus Deutschland kommt, hat er mal eben schnell den Lehrplan angepasst, heißt: Wir reden bis Weihnachten nur über Bach! Bis jetzt haben wir sehr viel Musik gehört und darüber geredet... außerdem soll ich immer Texte übersetzen, die gesungen werden. Prinzipiell kein Problem, doch wenn sie dann Latein sind und nicht Deutsch, muss ich leider passen. Aber es ist sehr entspannt und kaum jemand hört zu, der Großteil macht Hausaufgaben oder lernt, allerdings für andere Fächer.

 

Research: Im Grunde bereiten wir einen Ausflug zu einer ländlich gelegenen Schule vor, wo wir den Kindern beim Lernen helfen sollen. In der Stunde wurde eigentlich nur dieses Hilfsprojekt vorgestellt, aber ich bin sehr gespannt, was da noch auf mich zukommt.

 

Sport: Kann man nicht als Sport bezeichnen. Einmal pro Woche haben wir Kampfsport, allerdings bedeutete das 35 Minuten zuhören und 10 Minuten Bewegungen machen... Außerdem haben wir einmal pro Woche: Fitness, ursprünglich sollen wir da rennen, aber es war zu heiß also haben wir 45 Minuten zugehört und Hausaufgaben gemacht bzw. die Sonne genossen. Ich hab auch in Erfahrung gebracht, dass es ein Sportfest gibt, wobei die Teilnahme hier freiwillig ist. Das heißt, irgendwann nächsten Monat habe ich zwei Tage lang (denn ein Tag würde für die ganzen Schüler nicht reichen) keinen Unterricht und darf stattdessen zuschauen, wer das Rennen macht!

 

Eine Stunde geht hier 45 Minuten, anfangs erschien mir das sehr lang, doch wenn ich mich an die 80- Minuten Blöcke erinnere dann ist das recht entspannend! In den Pausen unterhalte ich mich recht viel, denn selbst nach fast 2 Wochen bin ich immer noch die Attraktion in meiner Klasse... Außerdem haben wir eine Mittagspause von 1 ½ Stunden. Da gehe ich immer nach Hause, esse Mittag, mache Hausaufgaben und ruhe mich aus. Danach geht’s zurück in die Schule, wo im Klassenraum alle schlafen... das ist die Mittagspause nach chinesischer Art!

Nach der Schule gehe ich manchmal noch in Bücherläden oder in die Bibliothek meiner Schule. Außerdem gibt es ein Coffee House mit super Kaffee und W-LAN sowie wahnsinnig leckere und billige Bubble Tea Läden. Heute musste ich Clubs wählen, die dann ab nächster Woche nach der Schule noch stattfinden. Ich bin echt gespannt wie das so werden wird, da es alle hier als besten Teil des Schullebens bezeichnen.

 

Naja außerdem gibt es einmal im Monat eine Schulversammlung, bei der ganz viele Reden gehalten werden, die besten Schüler geehrt werden und die Nationalhymne gesungen wird! Das ist sehr aufschlussreich, denn wie so ziemlich jede Veranstaltung, wird auch diese von allen einfach als Zeit zum Hausaufgaben machen genutzt...

 

Am Montag war dann Lehrertag. Die Schüler haben ganz viele Reden vorbereitet, welche Rollen Lehrer in ihrem Leben spielen, gesungen und viele Fotos gezeigt. Einige haben angefangen zu weinen, da sie sehr gerührt waren. Den Lehrern schien es recht zu gefallen, denn sie waren an diesem Tag was Hausaufgaben angeht sehr nachsichtig. Außerdem schenken viele Schüler Karten oder sogar Geschenke, um sich bei ihren Lehrern für die tolle Zeit zu bedanken. Im ganzen Schulhaus hingen auf einmal Plakate und Fotos...sehr sehr gewöhnungsbedürftig, aber auch verdammt niedlich. Aber um die Vorurteile mal vorwegzunehmen: Ich habe nicht geweint oder so!

Allgemein kann man aber sagen, dass ich mich super mit meinen Klassenkameraden verstehe, alle sind super lieb und lustig und es macht einfach nur Spaß!  

     

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